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My new book, Digital Solidarity, is out now.

Update Sept.2014: Dieses Essay liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor. Dank an die Rosa Luxenburg Stiftung.

Update Oct.2014: This Essay is now also available as an epub. Thanks a lot to PJ :)

This extended essay, Digital Solidarity, responds to the wave of new forms of networked organisation emerging from and colliding with the global economic crisis of 2008. Across the globe, voluntary association, participatory decision-making and the sharing of resources, all widely adopted online, are being translated into new forms of social space.

This movement operates in the breach between accelerating technical innovation, on the one hand, and the crises of institutions which organise, or increasingly restrain society on the other. Through an inventory of social forms – commons, assemblies, swarms and weak networks – the essay outlines how far we have already left McLuhan’s ‘Gutenberg Galaxy’ behind. In his cautiously optimistic account, Stalder reminds us that the struggles over where we will arrive are only just beginning.

Technopolitics Salon „Die post-anthropologische Kondition?“

"Nicht der Algorithmus ist pervers, sondern die Situation in der er lebt."

Die Technowissenschaften haben ein Niveau erreicht, das es ihnen ermöglicht, Natur nicht nur zu erforschen oder zu verstehen, sondern aktiv zu gestalten. Der Salon Technopolitics stellt sich die Aufgabe, die Black Box des Fortschritts zu öffnen. Lassen sich aus der Analyse der Gegenwart die zukünftigen Entwicklungslinien des informationsgesellschaftlichen Paradigmas ableiten? Was kommt nach der Informationsgesellschaft, etwa ein „Grüner Kapitalismus“? Diesen Fragen stellen sich die feministische Science-Studies-Autorin Jutta Weber (Paderborn), der Künstler und Forscher Gerald Nestler (Wien/London) und Netzkultur-Theoretiker Felix Stalder (Zürich/Wien) durch Keynote-Vorträge. In der zweiten Hälfte des Abends werden die Themen diskutiert, unter Beteiligung des Technopolitics-Arbeitskreises, mit Freunden, Bekannten und Publikum. Eingeführt und moderiert wird der Abend von Technopolitics-Gründer Armin Medosch.

Mein Vortrag: "Politik der Alogrithmen" beginnt bei 11:30 und dauert ca 25 Minuten.
@"Vienna Open", organisiert durch Technopolitics.

Der Hacker als Produzent (Buchkapitel)

Soeben erschienen! "Hacking" (Edition Digital Culture 2). Herausgegeben von Dominik Landwehr, Migros Kulturprozent & Christoph Merian Verlag Basel, Okt. 2014. Mit Beiträgen von: Hannes Gassert, Verena Kuni, Claus Pias, Felix Stalder und Raffael Dörig. Hier ist meiner.

Künstler und Hacker sind beides zeitgenössische Typen eigenwilliger Autorschaft. Sie verkörpern auf unterschiedliche Art, Ansätze was es heisst, heute als autonomer Produzent, und nicht etwa als Auftragnehmer, tätig zu sein. Als Grundlage ihrer Autonomie entwerfen sie jedoch sich diametral widersprechende Vorstellung von Freiheit. Für den Künstler steht Freiheit im emphatischen Sinn am Anfang seiner Arbeit. Diese Freiheit rechtfertigt oder erfordert gar einen demiurgischen Akt der Setzung, aus dem heraus sich die Arbeit entfaltet und der die enge Verbindung zwischen „Autor“ und „Werk“ begründet. Der Hacker hingegen beginnt mit der Erfahrung grösster Unfreiheit. Die Arbeit des Hackers entfaltet sich in der Auseinandersetzung mit einem übermächtigen System,1 in dem, auf den ersten Blick, alle Handlungsoptionen (fremd)bestimmt sind. Sich dennoch Momente der Freiheit zu erobern, ist das Ziel des Hackers.

Krieg der Daten gegen die Kommunikation, Le Monde Diplomatique, de (2.2014)

"Krieg der Daten gegen die Kommunikation" war der Titel, den ich der LMD vorgeschlagen hatte. Wurde wohl aus Platzgründen gekürzt...
Le Monde diplomatique, 2.2014
In der zweiten digitalen Phase
Daten versus Kommunikation

Seit Edward Snowdens Enthüllungen der umfassenden Überwachung (fast) aller Kommunikation lässt es sich nicht mehr leugnen: Die Internetrevolution befindet sich in ihrer gegenrevolutionären Phase. In den 1990er Jahren war sie angetreten, um durch Dezentralisierung, Kooperation und Transparenz neue Möglichkeiten individueller und kollektiver Autonomie zu schaffen. Heute nehmen Bestrebungen Überhand, die eben gewonnene Freiheit durch neu ausgerichtete Kontrollmechanismen wieder einzufangen und zu neutralisieren. Standen in der ersten Phase die Möglichkeiten der Kommunikation im Fokus, sind es in der zweiten Phase das Sammeln und Auswerten von Daten.

Beitrag zur Diskussion: Das Internet nach Snowden (ak - analyse & kritik)

AK ak - analyse & kritik / Nr. 591 / 18.2.2014
Kontrolle über die Kommunikation erlangen!

Nach Edward Snowdens Enthüllungen scheint klar: Normale Alltagskommunikation wird fast vollständig von den Geheimdiensten aufgezeichnet. Dabei ist keine Informationsquelle zu banal, Computerspiele, ja sogar Spiele wie Angry Birds scheinen ausgewertet zu werden. Die oftmals betonte Unterscheidung zwischen den Inhalten der Kommunikation und den Metadaten, die die Kommunikation beschreiben, ist im Hinblick auf die Überwachungseffizienz weitgehend irrelevant. Das Arsenal von Möglichkeiten, das den Geheimdiensten zu Verfügung steht, geht aber weit darüber hinaus und ermöglicht, mit mehr oder weniger großem Aufwand, auch verschlüsselte oder anderweitig geschützte Kommunikationskanäle zu überwachen. Das Bild, das sich daraus ergibt, übertrifft selbst die Befürchtungen der meisten PessimistInnen. Dass wir nun alle wissen und nicht nur vermuten, dass unsere Kommunikation abgehört wird, sollte eigentlich die politische Debatte darüber tief greifend verändern und zur Stärkung der gesetzlichen Grundlagen zum Schutz der Privatsphäre führen.

Transparency & Power

My talk at the "Eindruck der Dunkelheit" conference in Berlin, Jan 25/26.2014.

In the talk, I focussed on different types of power and how they relate to transparency. Put simply, transprancy (visibility + accountability) is great to put a check on "institutional power", but not very helpful to regulate "network power. On the contrary, it helps to increase such power. The discussion, which starts after 30 min, mainly dealt with questions of regulation and what to do to counter "network power".

The War of Data against Communication

Talk at the Embros Theater, Athens, 30.09.2013

Spooky light and noisy sound, which fits the place and the theme of the talk. Check out as well Konrad Becker's talk, same event.

Interview on the Internet after Snowden

[Das Interview gibt es auch in Deutsch]

Uschi Reiter: With the Snowden affair the Internet as space for surveillance has reached a wider public. This incident and the excitement it caused hasn’t brought about any major withdrawal from the social network Facebook, for example. What impact does this knowledge of control have on the way we culturally act and communicate on the net?

Felix Stalder: As long as there is no real alternative to the ever expanding parts of the Internet, that act as surveillance spaces, the current discussion about the way we should act on the net will remain quite limited. Cryptoparties and such are more symbolic acts. As long as the infrastructure of surveillance is optimised, creating individualised private spheres later will remain a highly complex matter. So it will always be a minority activity.

On the other hand, what we can see already is a shift in general assumptions. Extensive surveillance is considered normal, defending yourself against it naive. In the case of legal actions taken against Google’s data mining, Google justified itself recently by saying that Gmail users can’t expect that their e-mails and private information will not read and analysed (“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties”).

Uschi Reiter: Encrypting e-mails and anonymisation services such as Tor is more of practise of geeks. Do you think this practise will spread?

Das Paradox der "sozialen Medien"

Clemens Apprich gab der Springerin (Nr.3/2013) ein schönes Interview zu den "Netzkulturen der 1990er Jahren". Zentrales Thema ist die Hybridisierung von online und offline, und die lokale Spezifität, die sich daraus ergibt. Anlass dazu war die Publikation des Buches "Vergessene Zukunft. Radikale Netzkulturen in Europa", welches wir gemeinsam letztes Jahr herausgeben haben. Das Interview ist leider nicht online, deshalb hier nur als scan (PDF, 1.5 MB).

"Was ich nicht finde, fehlt mir nicht" (interview taz.de)

Jeder Nutzer bekommt bei Google personalisierte Treffer angezeigt. Der Medientheoretiker Felix Stalder fragt sich, woher das Unternehmen weiß, was das Beste für einen ist. (Interview: Svenja Bergt, 15.2.2013)