interview

</pasted> Wir sind die Zukunft der Musik

Sieht so Remix Radio aus? Andreas Brick hat sein Radion feature "</pasted> Wir sind die Zukunft der Musik" in eine Website umgewandelt, die nicht nur das gesamte Material enthält, sondern auch die jeweiligen Interviews in voller Länge, in Themenbereiche unterteilt und zugänglich gemacht. Die Interviews sind mit: Der Musikpartisane, Dirk von Gehlen,Karl Nikolaus Peifer, Mashpussy, Mashup Germany, Moritz Eggert, Mouse on Mars, und mir.

Sehr schön gemacht!

Als Modell wohl nicht flächendeckend anwendbar, weil in diesem Fall sehr aufwändig gemacht. Die Richtung stimmt aber sicher und befreit nicht zuletzt auch die Journalisten vom Zwang der Formatvorgabe durch den Sender.

Im Verhältnis zum Aufwand der Recherche, die für einen solchen Beitrag ja betrieben wird, ist der extra-Aufwand die Interviews leicht zu bearbeiten als Hintergrundmaterial online zu stellen, recht überschaubar. Nur, wer soll das bezahlen? Womit wir gleich beim Thema sind.

Interview on the Internet after Snowden

[Das Interview gibt es auch in Deutsch]

Uschi Reiter: With the Snowden affair the Internet as space for surveillance has reached a wider public. This incident and the excitement it caused hasn’t brought about any major withdrawal from the social network Facebook, for example. What impact does this knowledge of control have on the way we culturally act and communicate on the net?

Felix Stalder: As long as there is no real alternative to the ever expanding parts of the Internet, that act as surveillance spaces, the current discussion about the way we should act on the net will remain quite limited. Cryptoparties and such are more symbolic acts. As long as the infrastructure of surveillance is optimised, creating individualised private spheres later will remain a highly complex matter. So it will always be a minority activity.

On the other hand, what we can see already is a shift in general assumptions. Extensive surveillance is considered normal, defending yourself against it naive. In the case of legal actions taken against Google’s data mining, Google justified itself recently by saying that Gmail users can’t expect that their e-mails and private information will not read and analysed (“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties”).

Uschi Reiter: Encrypting e-mails and anonymisation services such as Tor is more of practise of geeks. Do you think this practise will spread?

Architekturen der Kommunikation und Kontrolle

Interview bei BreitbandRadio.de (13.07.2013)

Wir müssen uns Gedanken über die Architektur des Netzes machen, sagt Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Netzwerktheorien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Unsere Daten sind nicht mehr sicher, weder vor der Privatwirtschaft noch vor der Politik. Das ist die Erkenntnis, die wir nun auch aus den Enthüllungen von Edward Snowden ziehen konnten. Der erste Reflex darauf ist: Wir versuchen alles, um uns dieser Kontrolle zu entziehen. Wo man sich umhört, überall geht es um Verschlüsselung. Und: Wir sind kritischer geworden angesichts der Kontrollsysteme der Geheimdienste, die uns jetzt so anschaulich offengelegt worden sind.

Aber können wir durch die Tatsache, dass wir nun mehr wissen über den Umfang staatlicher Kontrolle, auch selbst mehr kontrollieren? Wie viel Kontrolle haben wir überhaupt noch? In München fand gestern eine Tagung zu genau diesem Thema statt. Zu Gast dort war eben auch Felix Stalder.

Interview anhören (6'08'') oder MP3 Download (5.5mb)

Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag (Interview, Futurezone.at)

Interview mit der Futurezone zur kultureller Produktion und Mediennutzung im Alltag, was Thema der kürzlich veröffentlichen Studie für die Arbeiterkammer Wien war.

Mediennutzung, die über reinen Konsum hinausgeht, finde heute vielfach in einer rechtlichen Grauzone oder in der Illegalität statt, sagt der Medientheoretiker Felix Stalder. "Viele Handlungen, die gesellschaftlich wünschenswert wären, unterbleiben deshalb", meint Stalder im Gespräch mit der futurezone.at: "Es geht viel Potenzial verloren."

Ganzes Interview hier lesen

"Was ich nicht finde, fehlt mir nicht" (interview taz.de)

Jeder Nutzer bekommt bei Google personalisierte Treffer angezeigt. Der Medientheoretiker Felix Stalder fragt sich, woher das Unternehmen weiß, was das Beste für einen ist. (Interview: Svenja Bergt, 15.2.2013)

Neun Thesen zum Remix (Interview)

Interview mit dem Bayrischen Rundfunk (Autor: Matthias Leitner. 11.02.2013, 11 Min.)
Digitale Kultur, Netzpolitik und Remix-Kultur sind Steckenpferde von Felix Stalder. 2009 hat er "Neun Thesen zur Remix-Kultur" veröffentlicht. Eine davon: "Der Remix senkt die Hürde der Produktion und erweitert den Kreis der Produzenten". Wir sprechen mit ihm über den kulturellen Einfluss der Filesharingplattform "The Pirate Bay", über aktuelle Entwicklungen und wie aus Kultur-Recycling Neues entsteht.

Digitale Demenz: Jetzt entspannt euch mal!

Ein Beitrag der Sendung Kulturplatz, Schweizer Fernsehen DRS, zum Thema "Digitale Demenz". Manfred Spitzer deutet das Navi als Zeichen des mentalen Niedergangs, ich seinen Kulturpessimismus als gutes Marketing in Zeiten der Krise.

kulturplatz vom 24.10.2012

Kulturplatz vom 24.10.2012

Google-Ranking: Herabstufung ist „Zensur light“

Ein kurzes Interview auf irghts.info zu neuen Praxis von Google, Seiten die mit vielen Urheberrechtsbeschwerden eingedeckt werden, im Ranking nach hinten zu verbannen.

Google stuft seit kurzem Webangebote in den Suchergebnissen herunter, die wegen Urheberrechtsverletzungen auffallen. „Google verändert damit seinen Charakter“, beobachtet der Internettheoretiker Felix Stalder. .... „Es macht nicht mehr die Welt zugänglich, wie sie - mit all ihren Konflikten - ist, sondern eine Welt, die einflussreiche Kräfte gerne möchten.“

Gratiskultur im Internet "Das Publikum wird Teil der Produktion"

Verlage, Musikindustrie und Künstler wehren sich verstärkt gegen eine "Kostenloskultur" im Internet. Sie setzen aber auf falsche Ideen, meint Kulturwissenschaftler Felix Stalder im Interview mit tagesschau.de. Denn die alten Bezahlmodelle seien am Ende - die Zukunft der Kultur liege im Schwarm.

tagesschau.de: Die Erfindung des modernen Buchdrucks gilt als wichtigster Meilenstein auf dem Weg in die Wissensgesellschaft. Als was wird die digitale Vervielfältigung von Informationen, Musik, Bildern in die Geschichte eingehen?

Felix Stalder: Das wird wohl als ein ähnlicher Moment in die Geschichte eingehen. Es hat fundamental das Verhalten verändert, wie wir Informationen suchen, finden und sie weiter verarbeiten. Bislang waren wir als Leser oder Zuhörer dazu verdammt, passiv zu konsumieren. Durch die neuen Medien verschwimmen die Rollen zwischen Autor und Publikum und Zuhörer aber immer mehr.

tagesschau.de: Mit welchen Folgen?

Stalder: Wir erleben es immer häufiger, dass Fans zum Beispiel in der Musik Elemente eines Liedes nehmen und davon Remixe erstellen, sie zu eigenen Werken machen. Das hat nicht notwendigerweise professionelles Niveau, aber es verändert die Beziehung zwischen Künstler und Publikum.

"Es geht um die freie Nutzung von Inhalten"

tagesschau.de: Bedeutet frei zugänglich denn auch gleich gratis?

Peter Purgathofer spricht mit... mir!

Der Postcast des Gesprächs mit Peter Purgatofer ist online. Es ist die 10. Folge seiner lohnenswerten, ausführlichen Gespräche zu "gesellschaftlichen Spannungsfeldern der Informatik".

Das Gespräch war eines von denen, die für mich direkten Einfluss auf die Lehrveranstaltung haben werden; einige der angesprochenen Zusammenhänge waren mir in dieser Form noch nicht bewusst, und die Phrase "standing on the heads of many many dwarfs" (statt "standing on the shoulders of giants") wird mein argumentatives Handwerkszeug bereichern.

Eigentlich wollte ich mit Felix Stalder ja über Privacy, Google, Facebook und Überwachung reden, weil ich da einen wirklich interessanten und durchaus provokativen Artikel von ihm gelesen haben, aber dazu sind wir nicht gekommen, wir sind beim Copyright hängen geblieben. Ausgehend von der unglücklichen »Kunst hat Recht«-Initiative haben wir Geschichte, Funktionsweise, Veränderung und das notwendige Ende von Copyright in der heutigen Form diskutiert. Vielleicht findet sich in der zweiten Staffel (LOL) ja Zeit für noch ein Gespräch mit Felix Stalder.

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