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Erinnern und Vergessen. Die Macht der Suchmaschinen

Suchmaschinen sind nicht mehr wegzudenken. Sie sind Pforten ins Internet, die entscheiden, was wir wissen, lernen, kaufen, buchen oder erst gar nicht zu Gesicht bekommen.

Wie funktioniert eigentlich eine Suchmaschine: Nach welchen Regeln setzt sie für uns die Wirklichkeit zusammen, und wie stößt sie im Deep Web auf ihre Grenzen? Warum ist Googles marktbeherrschende Stellung ein Problem? Ist es sinnvoll, ein Recht auf Vergessenwerden durchzusetzen? Und was für Alternativen und Ansätze gibt es, die Suche im Netz auf ein anderes Fundament stellen?

Philip Banse diskutiert auf Breitband Radio mit Wolfgang Sander-Beuermann, Projektleiter des Suchmaschinen-Labor, Niko Härting, Anwalt für Medien- und Internetrecht und mir.


(53min) (download)

«Daten gegen Geld ist Unsinn» Interview zu Lanier, Google und Macht

Google verdient mit unseren E-Mails und Suchanfragen Milliarden. Können wir bald mitkassieren? Felix Stalder, Professor für digitale Kultur, hält das für eine dumme Idee. Interview: Peter Johannes Meier Quelle: Beobachter.ch (13/2014)

Beobachter: Google wertet permanent aus, was uns im Internet interessiert. Mit unseren Profilen verdient das Unternehmen Milliarden, vor allem durch Werbung, die auf jeden Nutzer zugeschnitten wird. Wir sollten künftig Geld für unsere wertvollen Daten verlangen, fordert der Internetphilosoph und Microsoft-Berater Jaron Lanier. Das klingt verlockend…

Felix Stalder: ...ist aber Unsinn. Soziale Kommunikation und die damit verbundenen Daten haben nicht einfach einen ökonomischen Wert. Privatheit ist eine kulturelle Errungenschaft, ein Bürgerrecht, das man nicht einfach so verscherbeln kann. Sonst könnten wir ja auch unser Stimmrecht dem Meistbietenden verkaufen.

Heute treten die meisten Nutzer ihre Daten praktisch gratis an Firmen wie Google oder Facebook ab. Wäre es nicht zumindest ein bisschen gerechter, wenn sie dafür etwas Geld erhielten?

</pasted> Wir sind die Zukunft der Musik

Sieht so Remix Radio aus? Andreas Brick hat sein Radion feature "</pasted> Wir sind die Zukunft der Musik" in eine Website umgewandelt, die nicht nur das gesamte Material enthält, sondern auch die jeweiligen Interviews in voller Länge, in Themenbereiche unterteilt und zugänglich gemacht. Die Interviews sind mit: Der Musikpartisane, Dirk von Gehlen,Karl Nikolaus Peifer, Mashpussy, Mashup Germany, Moritz Eggert, Mouse on Mars, und mir.

Sehr schön gemacht!

Als Modell wohl nicht flächendeckend anwendbar, weil in diesem Fall sehr aufwändig gemacht. Die Richtung stimmt aber sicher und befreit nicht zuletzt auch die Journalisten vom Zwang der Formatvorgabe durch den Sender.

Im Verhältnis zum Aufwand der Recherche, die für einen solchen Beitrag ja betrieben wird, ist der extra-Aufwand die Interviews leicht zu bearbeiten als Hintergrundmaterial online zu stellen, recht überschaubar. Nur, wer soll das bezahlen? Womit wir gleich beim Thema sind.

Interview on the Internet after Snowden

[Das Interview gibt es auch in Deutsch]

Uschi Reiter: With the Snowden affair the Internet as space for surveillance has reached a wider public. This incident and the excitement it caused hasn’t brought about any major withdrawal from the social network Facebook, for example. What impact does this knowledge of control have on the way we culturally act and communicate on the net?

Felix Stalder: As long as there is no real alternative to the ever expanding parts of the Internet, that act as surveillance spaces, the current discussion about the way we should act on the net will remain quite limited. Cryptoparties and such are more symbolic acts. As long as the infrastructure of surveillance is optimised, creating individualised private spheres later will remain a highly complex matter. So it will always be a minority activity.

On the other hand, what we can see already is a shift in general assumptions. Extensive surveillance is considered normal, defending yourself against it naive. In the case of legal actions taken against Google’s data mining, Google justified itself recently by saying that Gmail users can’t expect that their e-mails and private information will not read and analysed (“a person has no legitimate expectation of privacy in information he voluntarily turns over to third parties”).

Uschi Reiter: Encrypting e-mails and anonymisation services such as Tor is more of practise of geeks. Do you think this practise will spread?

Architekturen der Kommunikation und Kontrolle

Interview bei BreitbandRadio.de (13.07.2013)

Wir müssen uns Gedanken über die Architektur des Netzes machen, sagt Felix Stalder, Professor für Digitale Kultur und Netzwerktheorien an der Zürcher Hochschule der Künste.

Unsere Daten sind nicht mehr sicher, weder vor der Privatwirtschaft noch vor der Politik. Das ist die Erkenntnis, die wir nun auch aus den Enthüllungen von Edward Snowden ziehen konnten. Der erste Reflex darauf ist: Wir versuchen alles, um uns dieser Kontrolle zu entziehen. Wo man sich umhört, überall geht es um Verschlüsselung. Und: Wir sind kritischer geworden angesichts der Kontrollsysteme der Geheimdienste, die uns jetzt so anschaulich offengelegt worden sind.

Aber können wir durch die Tatsache, dass wir nun mehr wissen über den Umfang staatlicher Kontrolle, auch selbst mehr kontrollieren? Wie viel Kontrolle haben wir überhaupt noch? In München fand gestern eine Tagung zu genau diesem Thema statt. Zu Gast dort war eben auch Felix Stalder.

Interview anhören (6'08'') oder MP3 Download (5.5mb)

Kulturelle Produktion und Mediennutzung im Alltag (Interview, Futurezone.at)

Interview mit der Futurezone zur kultureller Produktion und Mediennutzung im Alltag, was Thema der kürzlich veröffentlichen Studie für die Arbeiterkammer Wien war.

Mediennutzung, die über reinen Konsum hinausgeht, finde heute vielfach in einer rechtlichen Grauzone oder in der Illegalität statt, sagt der Medientheoretiker Felix Stalder. "Viele Handlungen, die gesellschaftlich wünschenswert wären, unterbleiben deshalb", meint Stalder im Gespräch mit der futurezone.at: "Es geht viel Potenzial verloren."

Ganzes Interview hier lesen

"Was ich nicht finde, fehlt mir nicht" (interview taz.de)

Jeder Nutzer bekommt bei Google personalisierte Treffer angezeigt. Der Medientheoretiker Felix Stalder fragt sich, woher das Unternehmen weiß, was das Beste für einen ist. (Interview: Svenja Bergt, 15.2.2013)

Neun Thesen zum Remix (Interview)

Interview mit dem Bayrischen Rundfunk (Autor: Matthias Leitner. 11.02.2013, 11 Min.)
Digitale Kultur, Netzpolitik und Remix-Kultur sind Steckenpferde von Felix Stalder. 2009 hat er "Neun Thesen zur Remix-Kultur" veröffentlicht. Eine davon: "Der Remix senkt die Hürde der Produktion und erweitert den Kreis der Produzenten". Wir sprechen mit ihm über den kulturellen Einfluss der Filesharingplattform "The Pirate Bay", über aktuelle Entwicklungen und wie aus Kultur-Recycling Neues entsteht.

Digitale Demenz: Jetzt entspannt euch mal!

Ein Beitrag der Sendung Kulturplatz, Schweizer Fernsehen DRS, zum Thema "Digitale Demenz". Manfred Spitzer deutet das Navi als Zeichen des mentalen Niedergangs, ich seinen Kulturpessimismus als gutes Marketing in Zeiten der Krise.

kulturplatz vom 24.10.2012

Kulturplatz vom 24.10.2012

Google-Ranking: Herabstufung ist „Zensur light“

Ein kurzes Interview auf irghts.info zu neuen Praxis von Google, Seiten die mit vielen Urheberrechtsbeschwerden eingedeckt werden, im Ranking nach hinten zu verbannen.

Google stuft seit kurzem Webangebote in den Suchergebnissen herunter, die wegen Urheberrechtsverletzungen auffallen. „Google verändert damit seinen Charakter“, beobachtet der Internettheoretiker Felix Stalder. .... „Es macht nicht mehr die Welt zugänglich, wie sie - mit all ihren Konflikten - ist, sondern eine Welt, die einflussreiche Kräfte gerne möchten.“